Letzte Woche stand wieder mal ein Umzug an. Iain ist aus unserem Truck ausgezogen, da er einen der neuen Fahrer anlernen soll. Zum Glück ist die lange ersehnte Verstärkung endlich durch die Orientation und kann uns etwas Arbeit abnehmen. Unit 557403 hab natürlich ich behalten, schließlich würde nur der Ausbau meines ganzen Geraffels mehrere Stunden dauern.
An Iains Stelle ist nun Dave eingezogen. Die erste gemeinsame Tour verlief auch abgesehen von einiger Wartezeit in Granton und Sandy Springs sehr angenehm. Wir hatten uns schon gedacht, daß wir auch unterwegs gut miteinander klar kommen würden. Dave fährt meist seine elf Stunden am Stück ohne zu Trödeln durch, unterbrochen nur von einer Pinkelpause. Auch sonst wurde Zeit gespart. Deswegen waren wir auch einige Stunden früher zu Hause als sonst.
Am Tag unserer Abfahrt hatte ich einen netten Brief aus Buffalo im Postfach: die Aufforderung zum Medical Test für die PR. Auf PEI waren Termine frühestens Mitte Dezember (!) zu bekommen, sowas ist natürlich besonders schön, da man für den Test nur 60 Tage Zeit hat... Als wir gestern nach Hause kamen, rief Jochen an, der seine PR zugleich mit mir beantragt hatte und den gleichen Brief in der Post hatte. Er hatte für uns beide schon einen 'Termin' in Moncton bei Dr. Bandyayera gemacht - für heute morgen!
Früher Vogel, Wurm..., und so haben wir uns heute morgen zu unchristlicher Zeit auf den Weg nach New Brunswick gemacht. Typisch deutsch standen wir bereits vor Öffnung der Praxis auf der Matte. Das war das Beste, was wir machen konnten, denn hier gilt First come - first serve und der Laden war schnell brechend voll. Nach einen kurzen Untersuchung und Befragung konnten wir zum Krankenhaus fahren, wo die Lunge geröngt sowie Blutproben genommen wurden. Um kurz vor zwölf war auch schon alles erledigt, der Doc wird die gesammelten Unterlagen nach Ottawa schicken und für uns heißt es jetzt wieder warten.
Um unser Einjähriges und Jills Geburtstag nachzufeiern, waren wir heute abend im Claddagh Oyster House. Für Jill gab es u.a. Jakobsmuscheln und Riesengarnelen und für mich ein saftiges Lammkarree. Kann den Laden nur empfehlen, hab lang nicht mehr so lecker getafelt =)
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Dienstag, 13. Oktober 2009
Thanksgiving und neue Spielzeuge
Am vergangenen Wochenende feierten die Kanadier Thanksgiving. Allerdings zelebrierten wir das Fest nicht wie üblich mit Truthahn. Preiselbeersauce und Kürbiskuchen, sondern mit Lachs, Scampi und Ramo. Hihi...
Die freien Tage (Iain und ich haben uns bis Mittwoch abgemeldet) kommen wie gerufen. Jill hat zum Geburtstag (und ich einfach so) jeder ein iPhone 3GS bekommen. Vom Vorgängermodell hatte ich u.a. wegen der miesen Kamera noch dankend Abstand genommmen, aber die neueste Generation ist echt der Hammer.
Die freien Tage (Iain und ich haben uns bis Mittwoch abgemeldet) kommen wie gerufen. Jill hat zum Geburtstag (und ich einfach so) jeder ein iPhone 3GS bekommen. Vom Vorgängermodell hatte ich u.a. wegen der miesen Kamera noch dankend Abstand genommmen, aber die neueste Generation ist echt der Hammer.
Montag, 12. Oktober 2009
300.000 Schraubenzieher
Vor fast genau einem Jahr haben mein damaliger Teamkollege Frank und ich die Schlüssel für unseren neuen Truck 557403 bekommen. Letzten Donnerstag überquerte der Kilometerzähler die 300.000 km-Marke, und das obwohl wir heute viel mehr zu tun haben als damals, als wir noch regelmäßig vier Tage off nahmen.
Zur Feier des Tages erhielt das treue Zugpferd eine schnelle Wäsche mit dem Schlauch und nen extra Schluck 15W40. Abgesehen von zwei kleineren Ausfällen hat uns unser Truck nicht im Stich gelassen und schnurrt immer noch wie ein Kätzchen.
Allerdings ließ das Funkgerät seit einiger Zeit nichts mehr von sich hören, und da wir noch zwei Stück unter der Koje auf Halde liegen hatten, mußten wir nur mal Zeit und Muße für einen Austausch finden. Leider hab ich meinen Satz Schraubenzieher verlegt, aber sowas kriegt man doch in jedem Truck Stop.
Sollte man meinen... Ich war tatsächlich so wahnsinnig, im Irving Big Stop in Salisbury einen Schraubenzieher kaufen zu wollen. Haha, wie konnte ich nur so verrückt sein... Gibbet ned! Mit solch hochentwickelten und komplexen Werkzeugen arbeiten in Kanada schließlich nur Nobelpreisträger und Dr. Frankenstein.
Stattdessen bekommt man dort fünf (5!) verschiedene Sorten Porzellanpuppen, Indianerwinterkuscheldecken, Weihnachtsfenster-
schmuck, Glitzerschreibsets, Glasuntersetzer mit Hündchen (oder Kätzchen) und Tarnkleidung für den Jäger. Eine Hausfrau hat dort tatsächlich aufgrund der gesammelten Schätze feuchte Augen bekommen. Soviel herrlichen Nippes gibt es schließlich nirgendwo sonst.
Ich habe meinen neuen Schraubenzieher dann bei Flying J in Carlisle PA bekommen.
Zur Feier des Tages erhielt das treue Zugpferd eine schnelle Wäsche mit dem Schlauch und nen extra Schluck 15W40. Abgesehen von zwei kleineren Ausfällen hat uns unser Truck nicht im Stich gelassen und schnurrt immer noch wie ein Kätzchen.
Allerdings ließ das Funkgerät seit einiger Zeit nichts mehr von sich hören, und da wir noch zwei Stück unter der Koje auf Halde liegen hatten, mußten wir nur mal Zeit und Muße für einen Austausch finden. Leider hab ich meinen Satz Schraubenzieher verlegt, aber sowas kriegt man doch in jedem Truck Stop.
Sollte man meinen... Ich war tatsächlich so wahnsinnig, im Irving Big Stop in Salisbury einen Schraubenzieher kaufen zu wollen. Haha, wie konnte ich nur so verrückt sein... Gibbet ned! Mit solch hochentwickelten und komplexen Werkzeugen arbeiten in Kanada schließlich nur Nobelpreisträger und Dr. Frankenstein.
Stattdessen bekommt man dort fünf (5!) verschiedene Sorten Porzellanpuppen, Indianerwinterkuscheldecken, Weihnachtsfenster-
schmuck, Glitzerschreibsets, Glasuntersetzer mit Hündchen (oder Kätzchen) und Tarnkleidung für den Jäger. Eine Hausfrau hat dort tatsächlich aufgrund der gesammelten Schätze feuchte Augen bekommen. Soviel herrlichen Nippes gibt es schließlich nirgendwo sonst.
Ich habe meinen neuen Schraubenzieher dann bei Flying J in Carlisle PA bekommen.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Wirtschaftskrise
Wirtschaftskrise? Hmmm, hab mal davon gehört... Ich weiß, ich hab schon lange nichts mehr geschrieben, aber in den letzten Monaten sind wir regelrecht am rotieren und in meinen kurzen 'Wochenenden' will ich dann nicht auch noch stundenlang am Rechner sitzen =)
Wir fahren zwar immer noch die gleiche Tour, aber die Schlagzahl hat sich stark erhöht. Letzte Woche erreichte uns eine Mitteilung per Satellite mit der Bitte, möglichst nur die vorgeschriebenen 36 Stunden Off Duty zu nehmen, ansonsten wäre die Auftragslast nicht mehr zu bewältigen. Da wären wir ja schön blöd, wenn wir Nein sagen würden =)
Bis neue Fahrer durch die Orientation sind und auf den Bock können, werden manche Teams sogar aufgeteilt und fahren jetzt Single durch die Gegend... Und es ist ganz wie damals in Deutschland, Hauptsache die Ladung ist raus beim Kunden und wird dann rollend auf der Straße 'zwischengelagert'.
Heute geht es wieder raus, früh morgens rief Dispatch schon mit ner neuen Tour an. Gemacht haben wir seit unserer Rückkehr eigentlich nicht viel, einmal gegrillt, ein anderes Mal wegen allgemeiner Ermattung abgesagt und den Rest faul auf dem Sofa verbracht. Aber bald ist Weihnachten...
Wir fahren zwar immer noch die gleiche Tour, aber die Schlagzahl hat sich stark erhöht. Letzte Woche erreichte uns eine Mitteilung per Satellite mit der Bitte, möglichst nur die vorgeschriebenen 36 Stunden Off Duty zu nehmen, ansonsten wäre die Auftragslast nicht mehr zu bewältigen. Da wären wir ja schön blöd, wenn wir Nein sagen würden =)
Bis neue Fahrer durch die Orientation sind und auf den Bock können, werden manche Teams sogar aufgeteilt und fahren jetzt Single durch die Gegend... Und es ist ganz wie damals in Deutschland, Hauptsache die Ladung ist raus beim Kunden und wird dann rollend auf der Straße 'zwischengelagert'.
Heute geht es wieder raus, früh morgens rief Dispatch schon mit ner neuen Tour an. Gemacht haben wir seit unserer Rückkehr eigentlich nicht viel, einmal gegrillt, ein anderes Mal wegen allgemeiner Ermattung abgesagt und den Rest faul auf dem Sofa verbracht. Aber bald ist Weihnachten...
Samstag, 3. Oktober 2009
Mittwoch, 23. September 2009
Montag, 21. September 2009
Freitag, 11. September 2009
Samstag, 22. August 2009
Citizen Practice Test
Hier ein kleiner Test zur Vorbereitung auf die kanadische Staatsbürgerschaftsprüfung. Manche Fragen sind echt zum Brüllen, andere dagegen auch ziemlich knifflig. Viel Spaß!
Drive and deliver
Der beste Teamkollege der Welt hat ein sehr schönes Video gefunden: International hat drei Fahrern den neuen Lone Star für jeweils eine Woche überlassen und sie bei ihren Touren quer durch die USA begleitet.
(5-teilige Playlist)
Montag, 17. August 2009
Kanadische Küche
In Berlin hat ein Restaurant mit dem typischsten aller kanadischen Gerichte eröffnet: Pizza!
Ja, so hab ich auch geguckt, bei kanadischer Küche dachte ich immer an Moose- oder Bisonburger und vielleicht Poutine. Na wenigstens trinkt der eine schön brav Canada Dry:
Ja, so hab ich auch geguckt, bei kanadischer Küche dachte ich immer an Moose- oder Bisonburger und vielleicht Poutine. Na wenigstens trinkt der eine schön brav Canada Dry:
Fürs leibliche Wohl ist gesorgt
Meine 36-Stunden-Zwangspause habe ich gut genutzt. Weil ich nach der ewigen Proviantkocherei keine Lust mehr auf Selbstgemachtes hatte und mal wieder ein richtig geiles Steak brauchte, war ich mit Jill am Samstag bei Sims Corner Steak House and Oyster Bar schlemmen. Da wir uns sowohl zu den Reichen als auch zu den Schönen zählen, waren wir dort richtig aufgehoben. Für Jill gab es Tenderloin, für mich Rib Steak mit ner abgefahrenen Backkartoffel und grünem Gemüse. Es war echt vom Feinsten, übertraf Longhorn's um Längen...
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück bei Cora's mit Boot und Bier bewaffnet hinaus zum Canoe Cove Beach. Obwohl es Bullenheiß war, waren nicht viele Leute dort. Das neue Schlauchboot war schnell aufgepumpt und das Bier schnell geleert, und so warfen wir etwa 100 Meter vor dem Ufer den Anker und ließen uns in der ToTanic 2 (ja, der geneigte Leser wird sich erinnern) in der Sonne treiben. So läßt's sich leben...
Etwas später kamen auch Anja, Ela, Tom & die Jungs, Ramo, Mecki und seine Freundin Jennifer dazu und wir ließen an einem der überdachten Picknicktische die Grillmeister raushängen. Leider mußten Jill und ich schon um kurz vor sechs wieder aufbrechen, denn auch die schönsten 36 Stunden gehen mal vorbei.
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück bei Cora's mit Boot und Bier bewaffnet hinaus zum Canoe Cove Beach. Obwohl es Bullenheiß war, waren nicht viele Leute dort. Das neue Schlauchboot war schnell aufgepumpt und das Bier schnell geleert, und so warfen wir etwa 100 Meter vor dem Ufer den Anker und ließen uns in der ToTanic 2 (ja, der geneigte Leser wird sich erinnern) in der Sonne treiben. So läßt's sich leben...
Etwas später kamen auch Anja, Ela, Tom & die Jungs, Ramo, Mecki und seine Freundin Jennifer dazu und wir ließen an einem der überdachten Picknicktische die Grillmeister raushängen. Leider mußten Jill und ich schon um kurz vor sechs wieder aufbrechen, denn auch die schönsten 36 Stunden gehen mal vorbei.
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