Wirtschaftskrise? Hmmm, hab mal davon gehört... Ich weiß, ich hab schon lange nichts mehr geschrieben, aber in den letzten Monaten sind wir regelrecht am rotieren und in meinen kurzen 'Wochenenden' will ich dann nicht auch noch stundenlang am Rechner sitzen =)
Wir fahren zwar immer noch die gleiche Tour, aber die Schlagzahl hat sich stark erhöht. Letzte Woche erreichte uns eine Mitteilung per Satellite mit der Bitte, möglichst nur die vorgeschriebenen 36 Stunden Off Duty zu nehmen, ansonsten wäre die Auftragslast nicht mehr zu bewältigen. Da wären wir ja schön blöd, wenn wir Nein sagen würden =)
Bis neue Fahrer durch die Orientation sind und auf den Bock können, werden manche Teams sogar aufgeteilt und fahren jetzt Single durch die Gegend... Und es ist ganz wie damals in Deutschland, Hauptsache die Ladung ist raus beim Kunden und wird dann rollend auf der Straße 'zwischengelagert'.
Heute geht es wieder raus, früh morgens rief Dispatch schon mit ner neuen Tour an. Gemacht haben wir seit unserer Rückkehr eigentlich nicht viel, einmal gegrillt, ein anderes Mal wegen allgemeiner Ermattung abgesagt und den Rest faul auf dem Sofa verbracht. Aber bald ist Weihnachten...
Sonntag, 4. Oktober 2009
Samstag, 3. Oktober 2009
Mittwoch, 23. September 2009
Montag, 21. September 2009
Samstag, 22. August 2009
Citizen Practice Test
Hier ein kleiner Test zur Vorbereitung auf die kanadische Staatsbürgerschaftsprüfung. Manche Fragen sind echt zum Brüllen, andere dagegen auch ziemlich knifflig. Viel Spaß!
Drive and deliver
Der beste Teamkollege der Welt hat ein sehr schönes Video gefunden: International hat drei Fahrern den neuen Lone Star für jeweils eine Woche überlassen und sie bei ihren Touren quer durch die USA begleitet.
(5-teilige Playlist)
Montag, 17. August 2009
Kanadische Küche
In Berlin hat ein Restaurant mit dem typischsten aller kanadischen Gerichte eröffnet: Pizza!
Ja, so hab ich auch geguckt, bei kanadischer Küche dachte ich immer an Moose- oder Bisonburger und vielleicht Poutine. Na wenigstens trinkt der eine schön brav Canada Dry:
Ja, so hab ich auch geguckt, bei kanadischer Küche dachte ich immer an Moose- oder Bisonburger und vielleicht Poutine. Na wenigstens trinkt der eine schön brav Canada Dry:
Fürs leibliche Wohl ist gesorgt
Meine 36-Stunden-Zwangspause habe ich gut genutzt. Weil ich nach der ewigen Proviantkocherei keine Lust mehr auf Selbstgemachtes hatte und mal wieder ein richtig geiles Steak brauchte, war ich mit Jill am Samstag bei Sims Corner Steak House and Oyster Bar schlemmen. Da wir uns sowohl zu den Reichen als auch zu den Schönen zählen, waren wir dort richtig aufgehoben. Für Jill gab es Tenderloin, für mich Rib Steak mit ner abgefahrenen Backkartoffel und grünem Gemüse. Es war echt vom Feinsten, übertraf Longhorn's um Längen...
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück bei Cora's mit Boot und Bier bewaffnet hinaus zum Canoe Cove Beach. Obwohl es Bullenheiß war, waren nicht viele Leute dort. Das neue Schlauchboot war schnell aufgepumpt und das Bier schnell geleert, und so warfen wir etwa 100 Meter vor dem Ufer den Anker und ließen uns in der ToTanic 2 (ja, der geneigte Leser wird sich erinnern) in der Sonne treiben. So läßt's sich leben...
Etwas später kamen auch Anja, Ela, Tom & die Jungs, Ramo, Mecki und seine Freundin Jennifer dazu und wir ließen an einem der überdachten Picknicktische die Grillmeister raushängen. Leider mußten Jill und ich schon um kurz vor sechs wieder aufbrechen, denn auch die schönsten 36 Stunden gehen mal vorbei.
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück bei Cora's mit Boot und Bier bewaffnet hinaus zum Canoe Cove Beach. Obwohl es Bullenheiß war, waren nicht viele Leute dort. Das neue Schlauchboot war schnell aufgepumpt und das Bier schnell geleert, und so warfen wir etwa 100 Meter vor dem Ufer den Anker und ließen uns in der ToTanic 2 (ja, der geneigte Leser wird sich erinnern) in der Sonne treiben. So läßt's sich leben...
Etwas später kamen auch Anja, Ela, Tom & die Jungs, Ramo, Mecki und seine Freundin Jennifer dazu und wir ließen an einem der überdachten Picknicktische die Grillmeister raushängen. Leider mußten Jill und ich schon um kurz vor sechs wieder aufbrechen, denn auch die schönsten 36 Stunden gehen mal vorbei.
Sprotztausend!
Zu Beginn unserer letzten Tour hat uns unser Glück verlassen. Unsere geliebte Zugmaschine 557403 versagte uns schon nach 500 Metern den Dienst und blieb sprotzend liegen. Das Kühlwasser lief überall heraus, vor allem am Auspuff am DPF-System (soll in regelmäßigen Abständen angesammelte Dieselqualmpartikel verbrennen). Dieses hatte ja noch nie funktioniert, aber nun war es total hinüber. Auch der restliche Schaden war erklecklich, das konnte man anhand der stattlichen Kleckerei auf dem Asphalt sehen. Penske schickte uns daraufhin einen Servicewagen vorbei, doch der Mechaniker konnte auch nicht mehr tun als einen Abschleppwagen zu ordern.
Da es keine Penske-Vertretung auf der Insel gibt, ging es am Haken nach Moncton, wo wir einen Ersatztruck bekamen. In Penske-Gelb ist der International zwar häßlich wie die Nacht, wartet dafür aber mit überraschend viel Platz und Leistung unter der Haube auf. Auch das Bett ist zwar schmaler, aber um Längen bequemer als in unserem Freightshaker. Leider ist auch kein Inverter verbaut, weswegen wir unsere Camping-Kühlboxen mitnehmen und täglich Eis nachfüllen mussten.
Zu allem Überfluß gibt es kein Satellite-System zur Kommunikation, so daß wir bei jedem Trailertausch erstmal die Basis anrufen mußten. Dafür gibt es eigentlich kostenfreie 1-800er Nummern, die man von jedem Telefon aus wählen kann, doch seit ein paar Tagen laufen diese Weiterleitungen ins Leere. Die Nummer vom Michelin-Dispatch in Dieppe läßt nur ein 'Please try again later' verlauten, und am Anschluß von Central Dispatch meldet sich ein recht genervter Privatmensch... Hihi, kanadische Telefonnetze =) Bleibt nur das teure Ferngespräch. Aber immerhin bekommen WIR die Kosten dafür anstandslos erstattet. WIE GUT, DASS WIR DAS SYSTEM VERSTANDEN HABEN!
Ansonsten lief unsere Tour gemütlich wie immer, aber die Zahl der Touren steigt ständig an. Wenn wir wollen, können wir nach unserer vorgeschriebenen 36-Stunden-Pause gleich wieder zu einer neuen Doppelrunde starten. Das klingelt dann auch schön und wir wollen das, wenn möglich, bis Weihnachten weiter durchziehen. Da hab ich nämlich was besonderes vor...
Da es keine Penske-Vertretung auf der Insel gibt, ging es am Haken nach Moncton, wo wir einen Ersatztruck bekamen. In Penske-Gelb ist der International zwar häßlich wie die Nacht, wartet dafür aber mit überraschend viel Platz und Leistung unter der Haube auf. Auch das Bett ist zwar schmaler, aber um Längen bequemer als in unserem Freightshaker. Leider ist auch kein Inverter verbaut, weswegen wir unsere Camping-Kühlboxen mitnehmen und täglich Eis nachfüllen mussten.
Zu allem Überfluß gibt es kein Satellite-System zur Kommunikation, so daß wir bei jedem Trailertausch erstmal die Basis anrufen mußten. Dafür gibt es eigentlich kostenfreie 1-800er Nummern, die man von jedem Telefon aus wählen kann, doch seit ein paar Tagen laufen diese Weiterleitungen ins Leere. Die Nummer vom Michelin-Dispatch in Dieppe läßt nur ein 'Please try again later' verlauten, und am Anschluß von Central Dispatch meldet sich ein recht genervter Privatmensch... Hihi, kanadische Telefonnetze =) Bleibt nur das teure Ferngespräch. Aber immerhin bekommen WIR die Kosten dafür anstandslos erstattet. WIE GUT, DASS WIR DAS SYSTEM VERSTANDEN HABEN!
Ansonsten lief unsere Tour gemütlich wie immer, aber die Zahl der Touren steigt ständig an. Wenn wir wollen, können wir nach unserer vorgeschriebenen 36-Stunden-Pause gleich wieder zu einer neuen Doppelrunde starten. Das klingelt dann auch schön und wir wollen das, wenn möglich, bis Weihnachten weiter durchziehen. Da hab ich nämlich was besonderes vor...
Mittwoch, 5. August 2009
Canoe Cove
Gestern sind wir zum Canoe Cove Beach gefahren. Hier ist zwar etwas mehr los als in Brackley Point, dafür ist das Wasser hinter einer Sandbank richtig warm. Echt klasse, jetzt brauchen wir nur noch richtige Liegestühle...
Dienstag, 4. August 2009
Dienstag, 21. Juli 2009
Ab die Post
Seit ein paar Tagen bin ich auch nominiert. Leider ist die entsprechende Email in meinem Spamordner gelandet und bekam davon gar nix mit. Zum Glück hatte aber Jochen seinen Antrag fast am gleichen Tag abgegeben wie ich, und da er sich schon über seine Nominierung freuen konnte, hab ich auch mal nachgefragt.
Heute morgen konnte ich also meinen gelben Brief abholen und habe im Anschluß gleich neue Fotos machen lassen und das deutsche Führungszeugnis angefordert. Das kann man netterweise nachreichen. Also schnell alle anderen Unterlagen zusammengesucht, eingetütet und ab die Post nach Buffalo. Jetzt heißt es wieder ein paar Monate warten...
Heute morgen konnte ich also meinen gelben Brief abholen und habe im Anschluß gleich neue Fotos machen lassen und das deutsche Führungszeugnis angefordert. Das kann man netterweise nachreichen. Also schnell alle anderen Unterlagen zusammengesucht, eingetütet und ab die Post nach Buffalo. Jetzt heißt es wieder ein paar Monate warten...
Sonntag, 19. Juli 2009
American Idle
Unsere letzte Tour war wirklich unterirdisch. Nach unserem Urlaub standen wir ganz unten auf der Michelin-Warteliste und so bekamen wir anstelle von Reifenteilen eine Ladung Fritten nach Gouldsboro PA für unsere erste Tour. Liefertermin sollte am übernächsten Tag um 2300 Uhr sein. Da konnten wir uns ja reichlich Zeit lassen...
Die Zeit ließen wir uns auch, aber als wir unseren Trailer und die dazugehörigen Papiere in Cavendish übernahmen, bemerkten wir eine zweite Lade- und zweite Ausladestelle darauf. Super, das hat man uns natürlich nicht gesagt und wir sahen unsere Planung schon den Bach runtergehen, denn das ganze bedeutete einen größeren Umweg, von der verlorenen Zeit für Laden und Ausladen ganz zu schweigen.
Mit unserer Ladung Fritten ging es zuerst zum Versacold (vormals Atlas) Coldstore in Moncton, wo die Fuhre für die erste Abladestelle in Oswego NY zugeladen wurde. Hier ließ man sich gemütliche vier Stunden Zeit, und damit war der erste Abladetermin schon nicht mehr einzuhalten.
Als wir abends um 2100 Uhr in Oswego ankamen, war natürlich niemand mehr dort und wir mußten bis zum nächsten Morgen warten. Um kurz nach 0800 Uhr verließen wir um einige Tonnen erleichtert den Hof und traten den kurzen Weg nach Gouldsboro PA an. Die angegebene Adresse war zwar falsch und völlig unbrauchbar, wir konnten aber schon am Vorabend das Zielgebiet durch ausdauernden Abgleich von TomTom und Streets & Trips stark eingrenzen und die Abladestelle war schnell gefunden.

Es half aber alles nichts, es war kurz vor Mittag und abgeladen wird in Gouldsboro nur von 2300 bis 0600 Uhr, und so konnten wir wieder mal beweisen, dass wir nichts besser können als warten. Ich hatte zum Glück wie immer einen Arsch voll Filmen und Serien dabei, womit wir uns die Zeit vertreiben konnten. Kurz nach 2300 Uhr wurden wir dann tatsächlich an eine Rampe gerufen und konnten unsere Ladung um genau einen Tag verspätet abladen.
Von Gouldsboro ging es zu Tropicana nach Jersey City NJ. Sehr schön, nach so langer Zeit mal wieder durch das Straßengewirr um New York zu fahren. Das ist immer interessant. Tropicana ist auch leicht zu finden, wenn man nicht den Adressangaben aus dem Satellite glaubt, sondern vorher mal auf die Karte bzw. Navi schaut. Und es ging schön zügig vonstatten hier. Trailer abgesattelt, neuen aufgepickt und wieder raus auf den Highway.
Mit Saft ging es nun nach Cambridge ON, eine Ladung fuer Loblaws. Langes Leid wurde uns aber erspart, da wir den Trailer nur am Terminal in Cambridge abstellen mußten und hier nach kurzer Wartezeit ein Auflieger mit LTL nach Moncton bereitgestellt wurde. So fuhren wir nach langer Zeit mal wieder das berüchtigte Triangle über NY und Toronto. Einerseits ganz nett, das mal wieder zu machen, aber auf Dauer wäre mir das echt zu stressig, auch wenn alles glatt gehen sollte.
Im Anschluss an unser Triangle bekamen wir eine Ladung nach Sandy Springs, aber auch hier waren wir nicht vor der Warterei gefeit. Morgens um 0400 dort angekommen, saßen wir bis Mitternacht, bevor man uns zum Laden ins drei Stunden entfernte Norwood schickte. Von dort konnten wir endlich über Granton NS den lange erwarteten Heimweg antreten.
Das war alles in allem die schlimmste Tour, die ich jemals gehabt hatte, nicht an den Abladestellen, sondern der Wartezeit gemessen. Insgesamt zeigte unser Truck nach Rückkehr die absolute Rekordzahl von 78 Leerlaufstunden auf diesem Trip...
Die Zeit ließen wir uns auch, aber als wir unseren Trailer und die dazugehörigen Papiere in Cavendish übernahmen, bemerkten wir eine zweite Lade- und zweite Ausladestelle darauf. Super, das hat man uns natürlich nicht gesagt und wir sahen unsere Planung schon den Bach runtergehen, denn das ganze bedeutete einen größeren Umweg, von der verlorenen Zeit für Laden und Ausladen ganz zu schweigen.
Mit unserer Ladung Fritten ging es zuerst zum Versacold (vormals Atlas) Coldstore in Moncton, wo die Fuhre für die erste Abladestelle in Oswego NY zugeladen wurde. Hier ließ man sich gemütliche vier Stunden Zeit, und damit war der erste Abladetermin schon nicht mehr einzuhalten.
Als wir abends um 2100 Uhr in Oswego ankamen, war natürlich niemand mehr dort und wir mußten bis zum nächsten Morgen warten. Um kurz nach 0800 Uhr verließen wir um einige Tonnen erleichtert den Hof und traten den kurzen Weg nach Gouldsboro PA an. Die angegebene Adresse war zwar falsch und völlig unbrauchbar, wir konnten aber schon am Vorabend das Zielgebiet durch ausdauernden Abgleich von TomTom und Streets & Trips stark eingrenzen und die Abladestelle war schnell gefunden.

Es half aber alles nichts, es war kurz vor Mittag und abgeladen wird in Gouldsboro nur von 2300 bis 0600 Uhr, und so konnten wir wieder mal beweisen, dass wir nichts besser können als warten. Ich hatte zum Glück wie immer einen Arsch voll Filmen und Serien dabei, womit wir uns die Zeit vertreiben konnten. Kurz nach 2300 Uhr wurden wir dann tatsächlich an eine Rampe gerufen und konnten unsere Ladung um genau einen Tag verspätet abladen.
Von Gouldsboro ging es zu Tropicana nach Jersey City NJ. Sehr schön, nach so langer Zeit mal wieder durch das Straßengewirr um New York zu fahren. Das ist immer interessant. Tropicana ist auch leicht zu finden, wenn man nicht den Adressangaben aus dem Satellite glaubt, sondern vorher mal auf die Karte bzw. Navi schaut. Und es ging schön zügig vonstatten hier. Trailer abgesattelt, neuen aufgepickt und wieder raus auf den Highway.
Mit Saft ging es nun nach Cambridge ON, eine Ladung fuer Loblaws. Langes Leid wurde uns aber erspart, da wir den Trailer nur am Terminal in Cambridge abstellen mußten und hier nach kurzer Wartezeit ein Auflieger mit LTL nach Moncton bereitgestellt wurde. So fuhren wir nach langer Zeit mal wieder das berüchtigte Triangle über NY und Toronto. Einerseits ganz nett, das mal wieder zu machen, aber auf Dauer wäre mir das echt zu stressig, auch wenn alles glatt gehen sollte.
Im Anschluss an unser Triangle bekamen wir eine Ladung nach Sandy Springs, aber auch hier waren wir nicht vor der Warterei gefeit. Morgens um 0400 dort angekommen, saßen wir bis Mitternacht, bevor man uns zum Laden ins drei Stunden entfernte Norwood schickte. Von dort konnten wir endlich über Granton NS den lange erwarteten Heimweg antreten.
Das war alles in allem die schlimmste Tour, die ich jemals gehabt hatte, nicht an den Abladestellen, sondern der Wartezeit gemessen. Insgesamt zeigte unser Truck nach Rückkehr die absolute Rekordzahl von 78 Leerlaufstunden auf diesem Trip...
Sonntag, 5. Juli 2009
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